Stierkampf auf
den Azoren
Terceira
(und einige andere Inseln) sind weithin bekannt für den Stierkampf
mit dem Seil (Touradas á corda).
Diese spezielle Art des Stierkampfes
ist eine Besonderheit der Azoren. Man läßt dabei den Stier mit einem
sehr langen Seil um seinen Hals frei laufen, gewöhnlich auf der Hauptstraße
in einem kleinen Dorf. Bevor der
Stier aus seinem Holzverschlag herauskommt, wird eine kleine Rakete gezündet, die großen Lärm macht.
Die-
ses Signal zeigt an, daß ein Stier auf der Straße ist und daß die
Veranstaltung beginnen kann. Der Stier wird
von mehreren erfahrenen Männern
geführt, die das Seil fest im Griff halten. Die Aufgabe der jungen Männer
des Dorfes ist es nun zu versuchen, so nahe an den Stier heran zu gelangen,
wie sie sich trauen, und den Stier
zu reizen, bis er wild wird. Dieses
Spiel ist ebenso unterhaltsam wie gefährlich und bietet natürlich auch
eine
Möglichkeit für die Burschen, die Mädchen im Dorf zu beeindrucken.
Nach einer
Weile wird der Stier wieder in den Holzverschlag zurückgebracht, mit dem
man ihn hergebracht
hatte, und eine zweite Rakete wird gezündet, womit
das Ende der Veranstaltung angezeigt wird. Jetzt ist es
Zeit, sich noch
etwas im Dorf umzusehen, etwas zu sich zu nehmen oder eins, zwei Gläschen
zu trinken, um
sich dann zu verabschieden.
Bei einer
solchen Dorfveranstaltung kommen viele Menschen aus der engeren und
weiteren Umgebung zu-
sammen. Als ourist sollten Sie sich rechtzeitig
einfinden, um noch einen sicheren Platz mit guter Sicht zu er-
gattern. Gewöhnlich
sind bei jeder dieser Veranstaltungen 3-4 Stiere beteiligt. Um
herauszufinden, wo und
wann eine solche Veranstaltung stattfindet, fragen Sie am besten im Fremdenverkehrsamt oder in der
Orts-
kneipe. Jeder
Einheimische weiß darüber Bescheid.
Wenn es während
Ihres Aufenthaltes auf den Azoren einen Stierkampf in der Arena
gibt, sollten Sie unbe-
dingt probieren, dabeizusein und eine Eintrittskarte
zu bekommen. Stierkamp- farenen gibt es auf Terceira
und Graciosa. Sie haben
dort die Gelegenheit, Stierkampf einmal ganz anders zu erleben, als man es
von
Spanien her kennt, denn der Stier soll bei diesem Kampf nicht getötet
werden. Der Toreador steckt zwar -
wie in Spanien - kleine "Messerchen"
in den Rücken des Stieres, aber das nur in der Einleitungsphase der
Veranstaltung.
Dann
betreten 6-7 weitere Männer die Arena. Einer von ihnen geht ganz langsam
direkt auf den Stier zu, um
seine Tapferkeoit zu beweisen. Der Stier läuft
natürlich geradewegs auf diesen Mann zu, um ihn anzugreifen.
Kurz bevor
der Stier den Mann mit den Hörnern erreicht, ergreift dieser den Hals des
Stieres mit beiden Armen
und versucht, den Stier aufzuhalten. Die anderen Männer stellen sich hinter ihren Kameraden, um zu verhindern,
daß er
stürzt.
Ein Mann ergreift den Schwanz des Stieres, sodaß dieser sich umwenden
muß,
bis er zum Still-
stand kommt. Um den Stier aus der Arena herauszulocken, werden 3-4 Kühe durch die Arena geführt.
Natür-
lich folgt dieser nun der
neuen Verlockung, marschiert hinter den Kühen drein und verläßt hinter diesen die Arena.
So einfach
geht das! Einfacher jedenfalls, als es hier zu erklären. Ich finde diese
Art des Stierkampfes recht
unterhaltsam und kann nur jedem empfehlen,
einmal dabeizusein. Es geht dabei jedenfalls viel "menschlicher"
zu als bei einem spanischen Stierkampf.
Nachdem ders
Stierkampf zu Ende ist, wird der Stier übrigens zum Tierarzt gebracht, um
erforderlichenfalls
verarztet zu werden. Danach setzt der Stier sein
normales Leben auf der Weide fort.
Siehe auch Allgemeine Information über die Azoren (F.A.Q.)

Terra Cha, Terceira

Terre Cha, Terceira

Terre Cha, Terceira

Guadalupe, Graciosa

Guadalupe, Graciosa

Lajes, Terceira

Lajes, Terceira

Sao Mateus, Terceira

Sao Mateus, Terceira

Sao Mateus, Terceira

Sao Mateus, Terceira

Sao Mateus, Terceira

Sao Mateus, Terceira


Santa Cruz, Graciosa

Santa Cruz, Graciosa

Santa Cruz, Graciosa

Santa Cruz, Graciosa

Santa Cruz, Graciosa
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